Es bewegt sich was. Wer die aktuelle "brand eins" zu Rate zieht, wird eine wirtschaftlichen Neuorientierung erkennen. In einem Satz: die Unternehmen, entdecken den Wert ihrer Mitarbeiter und Konsumenten und strengen den längst überfälligen Dialog an.
Und Schuld daran ist nur das Www. Der Endkunde emanzipiert sich, goldlackierte Rattenfängerei wird flugs entlarvt. Offensichtlich befinden wir uns erst ganz am Anfang, doch online bleibt nichts geheim. Das wird Märkte verschieben und macht Transparenz und Aufrichtigkeit immer notwendiger. So werden in Zukunft nicht mehr die größten Etats für Marktmacht sorgen, sondern Qualität und Ehrlichkeit. Eine Rückbesinnung auf bewährte Werte? Nicht nur, denn mit Sicherheit wird sich ein neues Geschäftsfeld etablieren. Professioneller Rufmord und forcierte Gerüchteküche, denn eigene Qualität zeigt sich am Besten durch Abwertung der Konkurrenz. Der US-Wahlkampf bietet da schon gewisse Vorgeschmäcker. Aus "Eigeninitiative" packt ein Fan von Obama unbequeme Wahrheiten über Hillary Clinton aus. Umgekehrt platziert ein wohlmeinender Demokrat aus Clintons Dunstkreis dezente Gerüchte über Barack Obama...
Wie werden da wohl die nächsten Pepsi versus CocaCola oder Burger King versus McDonalds Kleinkriege geführt. Wer um die üblichen klassischen Werbeetats weiß, kann sich ausmalen, welch Effekt die Umschichtung in die Onlinewelt hätte. Lässt das Internet einerseits absolute Meinungsfreiheit auch von Minderheiten zu, bietet es auch Platz für nützliche Unwahrheiten. Das Netz wird schmutzig. Schmutziger noch als jetzt.
Ich bin gespannt, aber sage auch einen immer reflektierteren Surfer voraus, der in der Lage ist sich unabhägig seine Meinung zu bilden. Warten wir es ab...
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