Geniale, wie einfache Ideen sind die beeindruckendsten. An solchen lässt isch ableiten, wie wenig Energie von Nöten ist, um für mächtig Trubel zu sorgen. Rechter Ort und passendes Timing und der nötige Mut zur Lücke haben schon oft Produkte oder Dienstleistungen vorgebracht, bei denen man sich an den Kopf fassen muss, dass man nicht selbst draufkam. Daraus resultierender finanzieller Erfolg ist danach nur schwer zu vermeiden. Solche Gedanken finden sich keineswegs nur im Akademiker- oder Tüftlerhirn, auch sind es eher selten die Genies, die die Welt mit solch simplen Auswürfen beglücken. Meist erwachsen diese Lösungen nur einem eigenen Bedürfnis, für das bisher keine Abhilfe existierte.
Ich bezweifle, ohne den Erfindungswert schmälern zu wollen, dass nicht ein durchschnittlicher Fünftklässler, auch im Stande wäre auf Ideen, wie folgende zu kommen. Einzig die Animation und Fragestellung fehlte:
1. Microroller mit Inliner-Rollen
2. Pappbrille zur Sonnenfinsternis
3. der bestverkaufte Tannenbaumständer mit dem Seilzug
4. eine Kapuzenjacke mit Ortsnamen
5. die 1.000.000 Dollar Website
Doch weder Schule noch Ausbildung oder Universität legen Wert auf Spinnereien und um die Ecke Gedachtes. Wiederkäutes Fachwissen und Standards bestimmen das Lernprogramm. Die wenigsten Unternehmen achten auf Platz für Freigeister und Innovation. Und dort wo Mittel und Raum für Querdenker vorhanden sind, stehen sie meist nur einem erlauchten Kreis von "Fachidioten" zur Verfügung. Doch ein jeder hat zumindest in seinem Fachbereich konkrete Denkansätze, wie sich Prozesse optimieren lassen. Doch die Reinigungskraft, der Busfahrer und die Sekretärin werden nicht abgefragt.
Natürlich gibt es glänzende Ausnahmen und nicht alles ist so überspitzt zu bewerten. Dennoch glaube ich, dass der Output der allgemeinen Denkkapazität deutlich zu steigern wäre.
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