Samstag, 9. Februar 2008

Laut denken - nicht verstecken

Ein stilles Kämmerlein und heimlich vorangetriebene Innovationen wirken angesichts des dreisten Palgiate-Vorschubs nicht merh als Erfolgsgarant. Gesteigertes Tempo und sich stets erneuernde Originalität sorgen für schwer einholbare Alleinstellung. Doch wozu das Rad mit großem Aufwand immer wieder neu erfinden - Kooperationen und Allianzen steigern die Effizienz und die Bandbreite an Lösungsansätzen. Als Einzelkämpfer den berechtigten Erfolg einzufahren ist nur mehr mit größtem Kraftakt zu bewerkstelligen.

Das Internet und die Hochtechnologie haben es vorgemacht. Open Source und freie Lizenzen fördern Wissen und Entwicklungen, ohne Geschäftsmodelle zu verhindern. Der Erfolg von Linux als Technologie, liegt insbesondere in der Vielzahl seiner Mitentwickler begründet. Dennoch wirft angewandtes Wissen um ein solches Gratisprodukt eine Menge Profit ab, während parallel alle Beteiligten bis hin zum Endkonsumenten vom rapiden Wissenszuwachs nur profitieren können. Eine strikte Abgrenzung vom freien Markt macht nur einsam, kaum aber reich. Unternehmen außer Konkurrenz mit unantastbarer Marktmacht sterben aus.

Diese Strategie lässt sich nicht nur auf Groß- und Größtprojekte übertragen. Transparentes und frei zugängliches Wissen optimieren die gewonnen Lösungen nur, auch und vor allem zum Vorteil des Initiators. Der Weltmeistertitel im Wokrodeln sagt mangels Konkurrenz nicht sonderlich viel über die tatsächliche sportliche Qualität des Inhabers aus. Anders als im Breitensport, wo es wahrer Höchstleistungen bedarf, um im oberen Segment mit zu spielen. Dennoch wird dort trotz großer Masse aktiver Sportler und Konkurrenten mehr verdient und nicht nur ganz oben.

Natürlich sollten Firmen nicht mit all ihrem Detailwissen hausieren gehen, aber etwas mehr Öffnung nach Außen bringt sicher mehr Vorteile, als kostenintensive Verheimlichung und allein gestemmte Forschung.

Keine Kommentare: