Samstag, 16. Februar 2008

Ziele einen - Unternehmertum 2.0

Mein Wirkungsgrad schließt sowohl klassisches altes Unternehmertum, als auch den unsäglichen Begriff"Web 2.0" mit ein. Die jeweiligen Vor- und Nachteile hierbei sollen an dieser Stelle nicht auseinander genommen werden. Doch weiß ich: eine Verquickung beider Bereiche bietet völlig neue Möglichkeiten. Leider befinden wir uns noch in einer Episode, in der Homeworking eher mit Kugelschreiberzusammenbau und maximaler Unseriösität verbunden wird. Gesellschaftende Mitarbeiter sind nach wie vor absolute Minderheit. Der Crash der New Economy hat einiges an Experimentierfreude gefressen.

Das Potential eines Unternehmen 2.0 wird sich aber noch etablieren. Hierbei meine ich nicht, die Installation der X-ten Community oder den unzähligsten Versuch eine Dienstleistung virtuell feil zu bieten. Nein, ein reales Unternehmen, welches Werte schafft und greifbare Produkte fertigt strukturell aufgebaut mit den Vorzügen des Web 2.0 ist das Ziel. Viele Köpfe und Fähigkeiten kreieren zielorientiert verschiedenste Projekte. Virtuell vernetzt und mit realen Begegnungen und Besprechungen einerseits und mit Personal ausgestattet, welches seinem Können vertraut und somit kein Gehalt oder eine Festanstellung anstrebt. Vielmehr wird die Leistung jedes Einzelnen via Unternehmens- sprich Gewinnbeteiligung honoriert. Ein basisdemokratisches Konstrukt mit klar definierten Führungsrichtlinien eben.

In kaum einem Unternehmen werden die Ressourcen und versteckten Talente der Mitarbeiter wirklich genutzt. Ein Modell, wie obiges, würde den Wert eines jeden unterstreichen, abrufen und ernstnehmen. Dennoch bietet sich ein großer Freiraum für alle Leistungsträger, da sie aus klassischen nine to five Arbeitsmustern ausbrechen können, Mehraufwand honoriert wird und innovative Geistesblitze und Aktionen sich aufs Prämienkonto auswirken. Loyalität und Ehrgeiz sind nur Nebenprodukte des eigenen Ehrgeizes und dem Wunsch nach einem prall gefüllten Konto. Egoismus sorgt also für Vortrieb des "Gruppenziels".

Der wohl eklatanteste Vorteil bildet sich auf zweiten Blick heraus. Für einzelne Projekte, die unter einer Dachmarke entwickeln, gibt es einen mannstarken Pool an Mitstreitern, welche sich mit der Idee identifizieren, sie kommunizieren und aufrichtig mundpropagieren. Die Zahl der aktiven Mitstreiter wird den Mitarbeiterstamm eines konventionellen Unternehmens um ein Vielfaches übertreffen. Dies liegt darin begründet, dass keine Vollzeitstellen ausgeschrieben sind, sondern ein jeder nach Interesse und Fähigkeit eher kleinteilig in das Projekt eingebunden wird.

Die Innovations-, Forschungs-, Umsetzungs-, Produktions- und Vertriebsphase wirkt wenig kostenintensiv, da Ausschüttungen erst ab dem ersten Euro Gewinn bezahlt werden. Die Gewinnbeteiligung hält jedoch ewig und ist vergleichbar mit Tantiemen und veräußerbar. Für größere Investitionen und Anschubfinanzierung tritt die Dachmarke in Erscheinung und beschränkt das Risiko der Mitmacher auf den Verdienstausfall...

Bis Deutschland soweit ist und sich couragierte Massen in partielles Unternehmertum stürzen wird noch einige Zeit ins Land gehen. Vor allem fehlt der theoretische Lernapparat, der schon in Schul- und Unizeiten die Chancen und Risiken außerhalb des Angestelltenverhältnisses darstellt. So agiere ich weiter in zwei getrennten Modellen und versuche die Schnittstellen zu aktivieren und versuche mit Erfolgen die Möglichkeiten zu untermauern.

Da es sich hier nur um Grobkonzeption und unfertige Einwürfe handelt, lade ich alle Interessenten an detaillierteren Weiterentwicklungen ein, ihr Interesse zu bekunden. Exakt für diejenigen mit ausgeprägtem Interesse an Ausführungen und aktiver Korrespondenz, wird gerade auf einen abgetrennten Bereich hingearbeitet.

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